Besonderheiten

Der BA Kommunikations- und Medienwissenschaft grenzt sich bewusst ab sowohl von journalistisch bzw. publizistisch ausgerichteten Studiengängen mit ihrem vergleichsweise engen Fokus auf öffentliche bzw. massenmediale Kommunikation als auch von kunst- und literaturwissenschaftlich orientierten Medienstudiengängen mit ihrem Fokus auf Einzelmedien und Fragen von Ästhetik und Kulturgeschichte. Greifbar wird dies in folgenden Punkten:

  • Doppelte Schwerpunktbildung: Der Studiengang integriert eine kommunikations- und medienwissenschaftlich fundierte, interdisziplinär gerahmte Grundlagen- und Methodenausbildung mit einer flankierenden medienpraktischen Berufsorientierung in Kooperation mit regionalen Medienunternehmen. Im Rahmen dieses Doppelprofils können Studierende wählen zwischen

    • einer Spezialisierung in Theorie und Methoden der Kommunikations- und Medienwissenschaft in Verbindung mit eigener Forschungspraxis und einem begleiteten Übergang zum Masterstudium, und

    • einer kommunikations- und medienwissenschaftlichen Grundlagenausbildung in Verbindung mit einem Praxissemester und einem begleiteten Übergang ins Berufsfeld.

    Einer schrittweisen Orientierung der Studienbewerber im Studienverlauf kommt dabei entgegen, dass die Festlegung des Schwerpunkts erst am Ende des zweiten Studienjahres im vierten Fachsemester erfolgt.
  • Integrative Methodenausbildung: Die zweisemestrige Methodenausbildung durchbricht herkömmliche Methodenschulen und vermittelt Kenntnisse in den etablierten quantitativen und qualitativen Verfahren. Sie wird ergänzt durch eine propädeutische Grundausbildung im ersten Studienjahr.

  • Disziplinenübergreifendes Studieren: Der BA Kommunikations- und Medienwissenschaft ist bereits nach dem neuen Equal-Modell strukturiert, welches zum Wintersemesters 2011/12 an der Universität Bremen eingeführt wurde. Es verbindet die interdisziplinäre Ausrichtung der bisherigen Haupt- und Nebenfachlösung mit einem offenen und flexiblen Studienmodell, welches eine individuelle Profilbildung ermöglicht. Umfassende Wahlmöglichkeiten innerhalb der fachwissenschaftlichen Ausbildung werden dabei ergänzt durch ein breites Angebot zum Erwerb von Schlüsselqualifikationen im Bereich der General Studies.
  • Betreuter Praxisbezug: Während des gesamten Studienverlaufs ist ein kontinuierlicher Praxisbezug gegeben, angefangen bei praxisorientierten Lehrveranstaltungen, welche in Kooperation mit Medienpraktikern realisiert werden können, über ein Pflichtpraktikum bis hin zur Möglichkeit eines Praxissemesters und einer berufspraktischen Abschlussarbeit im Rahmen des Schwerpunkts Medienpraxis. Dabei kann der Studiengang auf bereits erfolgreich etablierte und im Beirat Medienkultur institutionalisierte Kontakte zu regionalen und überregionalen Medienunternehmen und -institutionen zurückgreifen. Während des Praxissemesters wird ein Praxisbegleitseminar angeboten, welches den Austausch unter den Studierenden über die im Praktikum gemachten Erfahrungen und die Rückübertragung auf das Studium fördert, sowie die Studierenden bei der Entwicklung einer praxisnahen Fragestellung für die Abschlussarbeit unterstützt. Dieser abgestufte Praxisbezug mit institutionalisierten Praxiskontakten und spezifischen Betreuungsangeboten soll den Transfer der fachwissenschaftlichen Ausbildung in die Berufspraxis erleichtern und so die kritische Übergangsphase in den Beruf abfedern. Grundsätzlich steht Studierenden im Schwerpunkt Medienpraxis nach erfolgreichem Bachelor-Abschluss aber auch ein weiterführendes Masterstudium offen.